Reinigungskosten berechnen: Was kostet ein Reinigungsvorgang?

Seitenansicht eines LKW mit Reinigungsschaum bei der Wäsche

Reinigungskosten entstehen durch Reinigungsmittel, Arbeitszeit und den übrigen Prozess. Für einen belastbaren Vergleich erfassen Sie diese Kosten je Fahrzeug, Maschine oder gereinigter Fläche. Der Preis eines Kanisters allein sagt noch nicht, wie wirtschaftlich eine Reinigung in Ihrem Betrieb ist.

Dieser Rechenweg hilft Werkstätten, Fuhrparks und Industriebetrieben, ihren eigenen Aufwand sichtbar zu machen. Ausgangspunkt ist immer ein festgelegtes Reinigungsergebnis: Was muss nach dem Arbeitsgang sauber sein, und welche Anforderungen gelten für die Oberfläche?

1. Eine vergleichbare Einheit festlegen

Wählen Sie eine Einheit, die Sie im Alltag wiederholen können: beispielsweise ein Fahrzeug, eine Maschine oder 100 Quadratmeter Fläche. Halten Sie Verschmutzungsgrad, Reinigungsumfang und gewünschtes Ergebnis fest. Eine schnelle Außenwäsche lässt sich nicht sinnvoll mit einer aufwendigen Grundreinigung vergleichen.

2. Den tatsächlichen Konzentratverbrauch berechnen

Bei einem verdünnten Reiniger zählt die verbrauchte Konzentratmenge. Wenn eine Dosierung ausdrücklich als Volumenanteil an der fertigen Reinigungslösung angegeben ist, lautet die Rechnung:

Konzentratmenge = verbrauchte Reinigungslösung × Konzentration in Prozent ÷ 100
Reinigungsmittelkosten = Konzentratmenge × Nettopreis je Liter Konzentrat

Die konkrete Dosierung entnehmen Sie der freigegebenen Anwendungsvorgabe für Ihr Produkt. Eine Verhältnisangabe wie „1:10“ muss vor der Berechnung eindeutig geklärt sein. Nutzen Sie keine frei gewählte Konzentration, nur um einen günstigeren Rechenwert zu erreichen.

3. Arbeitszeit und weitere Kosten ergänzen

Erfassen Sie die tatsächlich gebundene Arbeitszeit einschließlich Vorbereitung und Nacharbeit. Multiplizieren Sie diese mit Ihrem betrieblichen Stundensatz. Eine Einwirkzeit ist nicht automatisch zusätzliche Personalzeit, wenn währenddessen andere Arbeiten erledigt werden können. Vermeiden Sie doppelte Ansätze.

Ergänzen Sie Wasser und Abwasser, Energie, Verbrauchsmaterial, Geräteaufwand und gegebenenfalls Entsorgung. Falls eine Anlage für die Reinigung stillsteht, betrachten Sie die dadurch entstehenden Kosten gesondert. Verwenden Sie für alle Positionen dieselbe Preisbasis, zum Beispiel Nettobeträge.

Rechenbeispiel: 44 Euro für einen Reinigungsvorgang

Die folgenden Werte sind frei gewählte Rechenannahmen. Sie sind weder DÜRR-Preise noch eine Dosierempfehlung für ein bestimmtes Produkt.

  • Verbrauchte fertige Reinigungslösung: 100 Liter
  • Für die Rechnung angenommener Konzentratanteil: 2 Volumenprozent
  • Konzentratverbrauch: 100 × 2 ÷ 100 = 2 Liter
  • Konzentratpreis: 5 Euro netto je Liter → 10 Euro
  • Gebundene Arbeitszeit: 45 Minuten bei 40 Euro je Stunde → 30 Euro
  • Zusammengefasste übrige Kosten dieses Beispiels → 4 Euro

Gesamtkosten: 10 + 30 + 4 = 44 Euro netto. In Ihrer Kalkulation ergänzen Sie alle tatsächlich anfallenden Positionen. Wenn die Reinigung nachgearbeitet werden muss, gehören auch dieser Verbrauch und diese Zeit zum Vorgang.

4. Zwei Verfahren unter gleichen Bedingungen vergleichen

Dokumentieren Sie für beide Verfahren dasselbe Objekt oder vergleichbare Flächen, den Ausgangszustand, die freigegebene Anwendung, Verbrauch, Arbeitszeit und Ergebnis. Wiederholen Sie die Messung an mehreren typischen Einsätzen. Ein einzelner besonders leichter oder schwerer Fall ist keine verlässliche Grundlage für den gesamten Betrieb.

Ein geringerer Reinigungsmittelverbrauch ist nur dann ein Vorteil, wenn das geforderte Ergebnis erreicht wird und die Anwendung für Oberfläche und Verfahren geeignet ist. Zum Werterhalt gehört, die Vorgaben für Fahrzeuge, Maschinen und Beschichtungen einzuhalten.

Lohnt sich ein Dosiersystem?

Vergleichen Sie die gemessenen jährlichen Prozesskosten mit und ohne das geplante System. Berücksichtigen Sie Anschaffung, Installation, Wartung und laufenden Aufwand. Die einfache Amortisationszeit ergibt sich aus der Investition geteilt durch die jährliche Nettoeinsparung. Ist keine positive Einsparung nachgewiesen, lässt sich mit dieser Rechnung keine Amortisation belegen.

Eine Übersicht über unsere Technik finden Sie unter Reinigungs- und Dosiersysteme. Die passende Kombination aus Reiniger, Dosierung und Arbeitsablauf besprechen wir anhand Ihrer Anwendung.

Ihre Anwendung mit DÜRR besprechen

Für eine erste Einschätzung helfen Angaben zum Objekt, zur Verschmutzung, zum derzeitigen Produkt, zum Verbrauch und zur benötigten Zeit. Beschreiben Sie außerdem, was verbessert werden soll. Reinigungsprozess und Produktauswahl anfragen.

Welche Angaben für eine Produktempfehlung hilfreich sind, zeigt unsere Checkliste zur Auswahl eines Industriereinigers.

Werte bewahren. Qualität erhalten.