Industriereiniger auswählen: 7 Angaben für eine passende Empfehlung
Ein passender Industriereiniger muss zur Verschmutzung, zum Material und zum Arbeitsablauf passen. Für eine erste Empfehlung helfen deshalb konkrete Angaben aus Ihrem Betrieb. Diese Checkliste zeigt, was Sie für eine Beratung zusammentragen können – mit dem Ziel, Fahrzeuge, Maschinen und Oberflächen langfristig zu erhalten.
1. Was soll gereinigt werden?
Nennen Sie das Objekt und den Bereich: zum Beispiel die Außenfläche eines Fahrzeugs, ein Maschinenbauteil oder einen Werkstattboden. Beschreiben Sie, welches Ergebnis benötigt wird. Eine optisch saubere Fläche und eine Oberfläche, die anschließend weiterbearbeitet werden soll, können unterschiedliche Anforderungen haben.
2. Aus welchem Material besteht die Oberfläche?
Geben Sie Werkstoff, Beschichtung und bekannte Herstellerangaben an. Wichtig sind auch angrenzende Teile, Dichtungen und bereits beschädigte Stellen. Wenn das Material unbekannt ist, kennzeichnen Sie dies ausdrücklich. Ein Foto hilft bei der Einordnung, belegt aber keine Materialverträglichkeit.
3. Welche Verschmutzung liegt vor?
Beschreiben Sie Herkunft, Alter und Stärke der Ablagerung. Hilfreich ist die Unterscheidung zwischen frisch aufgetragenem Schmutz und länger anhaftenden Rückständen. Wenn mehrere Stoffe zusammenkommen, nennen Sie diese einzeln. Vermutungen sollten als solche erkennbar bleiben. Einen ersten Überblick über das Sortiment erhalten Sie auf unserer Seite Flüssigreiniger für Werkstatt, Industrie und Fuhrpark.
4. Wie wird bisher gereinigt?
Nennen Sie das bisher eingesetzte Produkt mit genauer Bezeichnung, die verwendete Dosierung und den Ablauf. Was funktioniert bereits, und wo bleibt Nacharbeit nötig? Ergänzen Sie vorhandene Anwendungsvorgaben. Eine unklare Mischungsangabe wie „1:10“ sollte vor einem Vergleich eindeutig erklärt werden.
5. Welche Geräte und Bedingungen gibt es?
Beschreiben Sie, ob beispielsweise manuell, mit einer Maschine oder einem vorhandenen Dosier- und Reinigungssystem gearbeitet wird. Teilen Sie bekannte Bedingungen wie Wassertemperatur und verfügbare Prozesszeit mit. Daraus folgt noch keine Anwendungsempfehlung: Die zulässigen Einstellungen müssen zum konkreten Produkt, zur Oberfläche und zum Gerät passen.
6. Wie häufig und in welcher Menge fällt die Arbeit an?
Für die Planung helfen die Zahl der Einsätze, die typische Fläche oder Stückzahl und der bisherige Verbrauch. Auch Lagerplatz, Gebindehandhabung und Nachbestellrhythmus gehören dazu. Bei wechselnder Auslastung sind eine normale Woche und eine Spitzenwoche oft aussagekräftiger als ein einzelner Jahresdurchschnitt.
7. Was soll sich verbessern?
Benennen Sie Ihr Hauptziel: beispielsweise ein gleichmäßigeres Ergebnis, weniger Nacharbeit oder ein übersichtlicherer Prozess. Halten Sie den Ausgangszustand fest, damit sich eine Veränderung später beurteilen lässt. Für einen wirtschaftlichen Vergleich finden Sie hier eine Anleitung zum Berechnen der Reinigungskosten je Einsatz.
Vorlage für Ihre Anfrage
- Objekt und gewünschtes Ergebnis:
- Material, Beschichtung und bekannte Vorgaben:
- Verschmutzung und Entstehung:
- Bisheriges Produkt, Dosierung und Ablauf:
- Geräte und Arbeitsbedingungen:
- Häufigkeit, Fläche oder Stückzahl und Verbrauch:
- Hauptproblem und gewünschte Verbesserung:
Ergänzen Sie bei Bedarf eine Übersicht und eine Detailaufnahme. Fotografieren Sie nur Informationen, die für die Beratung benötigt werden.
Welche Unterlagen sind wichtig?
Halten Sie die genaue Produktbezeichnung, das Etikett sowie vorhandene technische Informationen und Sicherheitsdatenblätter bereit. Prüfen Sie, ob die Unterlagen tatsächlich zu Ihrem Produkt gehören. Die BAuA erläutert die Anforderungen an Sicherheitsdatenblätter, darunter korrekte, vollständige und aktuelle Angaben. Ein Sicherheitsdatenblatt allein ersetzt keine Klärung der Eignung für Ihre Oberfläche.
Ihre Anwendung mit DÜRR besprechen
Sie müssen nicht jede Angabe bereits kennen. Beschreiben Sie den verfügbaren Stand und markieren Sie offene Punkte. Über unsere individuelle Beratung können Sie Ihre Anwendung schildern und die nächsten Schritte zur Produktauswahl besprechen.
Werte bewahren. Qualität erhalten.
